Quo vadis mercatus?

Zu Beginn einer neuen Dekade wollen wir versuchen einen Blick in die Zukunft werfen. Man muss nicht über hellseherische Fähigkeiten verfügen, um zu erkennen, dass in den nächsten Jahren große Veränderungen für das Automobil anstehen. Vielleicht die größten in seiner weit über 100 Jahre andauernden Geschichte. Die über hundertjährige Monokultur des Verbrennungsmotor neigt sich ihrem Ende entgegen. Neue Antriebstechnologien werden die Art der Fortbewegung verändern. Ob das am Ende der Batterie gestützte Elektroantrieb, Wasserstoff oder etwas ganz anders sein wird, kann heute kaum jemand vorhersehen. Sicher indes dürfte jedoch sein, dass der Verbrennungsmotor, wie wir ihn kennen, nicht in der Versenkung verschwinden wird.

Gleichzeitig beobachten wir bei Jugendlichen und Heranwachsenden ein immer weiter nachlassendes Interesse am Automobil. Konnten wir es kaum erwarten endlich 18 zu werden und damit den heiß ersehnten Führerschein in den Händen zu halten, haben sich die Interessen heute verschoben. Andere Dinge, wie z.B. Socialmedia, sind wichtiger geworden. Natürlich darf man auch die omnipräsente Umweltschutzthematik dabei nicht außeracht lassen. Und last but not least die exorbitant gestiegen Kosten für Versicherung, Treibstoff etc..

Während das vergangene Jahrzehnt von teils rasant steigenden Preisen geprägt war, gehen wir für das kommende Jahrzehnt nach einer Phase der merklichen Abkühlung und Regeneration eher von einer moderaten, aber stetigen Preisentwicklung aus. Vermutlich werden reine Investoren und Spekulanten weiter den überhitzten Markt der Fahrzeuge der 60 – 80 Jahre zu Gunsten wirklicher Liebhaber, den Petrolheads, verlassen. Ein Effekt, der schon in den vergangen 2 Jahren zu beobachten war. Neue Stars werden am Horizont des Marktes erscheinen. Eine neue Generation von Käufergruppe wird vor allem den Markt für Youngtimer und Neo Classics erobern. Wo sich der Markt letztlich genau hin entwickeln wird lässt sich heute kaum vorhersagen, nur eines kann man schon heute mit Sicherheit sagen: Es wird spannend werden.

Zuletzt geändert am 23. Januar 2020
Dieser Artikel wurde veröffentlicht in Kolumne
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